
Das Atari Video Computer System oder auch Atari VCS ist eine der ersten Spielkonsolen des US-amerikanischen Herstellers Atari, Inc. Es basiert auf dem Mikroprozessor MOS 6507, einer eigens für Atari produzierten Variante des MOS 6502. Der Systemtakt beträgt bei PAL-Geräten 1,18 MHz mit nur 128 Byte RAM. Das Gerät kam 1977 zunächst nur in den Vereinigten Staaten in den Handel, später weltweit.

Das Colecovision ist eine Spielkonsole von Coleco, die im August 1982 erschien. Grafik und Gamepad entsprechen etwa dem Standard damaliger Arcade-Spiele; bei Markteinführung standen 12 Softwaretitel zur Auswahl, die in Form von Modulen verkauft wurden. Im Laufe der Jahre wuchs die Palette auf annähernd 170 Titel heran, darunter hauptsächlich Umsetzungen von Automatenspielen. Er basiert auf dem Mikroprozessor des Z80A und bot 4 MHz mit 1 KB CPU-RAM und 16 KB VRAM.

Die 264er-Serie war eine Heimcomputer-Linie, die von Commodore zuerst als Nachfolger für den C64 gedacht war. 3 Modelle, der C16, C116 und plus/4, kamen auf den Markt.
Der C16 sollte den Commodore VC 20 als Einstiegscomputer ersetzen. Der C116 war technisch mit dem C16 identisch, hatte aber ein kleineres Gehäuse mit einer Gummitastatur. Der plus/4 beinhaltete 4 Officeprogramme und war die Highendausführung.
Die Systemarchitektur basiert auf dem 8-Bit-Mikroprozessor MOS 7501 oder einer moderneren Variante in Form des MOS 8501 mit 1,768 MHz Systemtakt.

Der Game Boy ist eine Handheld-Konsole, die von Gunpei Yokoi entwickelt und von Nintendo ab dem 21. April 1989 in Japan angeboten wurde. In Europa war die Konsole etwa ein Jahr später erhältlich. Der Game Boy ist mit fast 120 Millionen verkauften Exemplaren eine der meistverkauften Spielkonsolen und war lange Zeit die meistverkaufte Handheld-Konsole der Welt. Dieser Verkaufsrekord wurde erst vom Nintendo DS mit seinen rund 150 Millionen abgesetzten Geräten gebrochen. Der Prozessor im Game Boy ist ein Hybrid (Sharp LR35902) aus den Architekturen Intel 8080 und Zilog Z80 und taktet mit 4,19 MHz. Der Gameboy hat 8 KB RAM und 8 KB VRAM.

Der Lynx wurde ursprünglich von der Spielefirma Epyx unter dem Codenamen „Handy“ entwickelt, die in erster Linie durch ihre Sportspiele für den Commodore 64 bekannt geworden war. Atari kaufte die Konsole und entwickelte sie zu Ende.
Der Lynx ist die erste Handheld-Konsole mit Farbbildschirm sowie Hintergrundbeleuchtung und hat einen MOS 65C02-basierten Kern getaktet mit 4 MHz sowie 64 KB RAM.

Das SNES ist eine stationäre 16-Bit-Spielkonsole des japanischen Unternehmens Nintendo. Es ist die zweite weltweit veröffentlichte stationäre Spielkonsole des Unternehmens und sein Controller, der SNES-Controller, führte die Schultertasten ein, die fortan zum Standard der meisten nachfolgend erschienenen Gamepads wurden. Als grösster Kritikpunkt bei der Einführung des SNES in Japan wurde der vergleichsweise schwache WDC 65C816-Hauptprozessor (Kompatibel zum MOS 6502) genannt, der mit einer Taktfrequenz von maximal 3,58 MHz arbeitete.
Das SNES hat 128 KB RAM und 64 KB VRAM.

Die PlayStation ist die erste Spielkonsole der PlayStation-Marke. Mit Ken Kutaragi als Vorsitzendem der eigens dafür gegründeten Tochtergesellschaft Sony Computer Entertainment avancierte die PlayStation zu einer der bisher erfolgreichsten Spielkonsolen (102,5 Millionen verkaufte Exemplare weltweit) und stürzte im Bereich Heimkonsolen den einstigen Marktführer Nintendo vom Thron. CPU: 32-Bit MIPS RISC (R3000A custom) mit einer Taktfrequenz von 33,86 MHz und 2 MB RAM.
Die PS2 kam dann am 2000-03-04 auf den Markt mit der Emotion Engine getaktet mit 299 MHz und mit 32 MB RAM.
Die PS3 dann am 2006-11-11 mit dem Cell-Broadband-Engine-Prozessor getaktet mit 3,2 GHz und mit 256 MB RAM plus 256 MB VRAM.

Der Nintendo DS ist eine von Nintendo entwickelte und produzierte Handheld-Konsole und Nachfolger des Game Boy Advance. Der Nintendo DS verfügt über zwei Bildschirme, von denen der untere ein druckempfindlicher Touchscreen ist, sowie ein eingebautes Mikrofon. Diese sollen gegenüber früheren Konsolen eine neuartige und vereinfachte Spielsteuerung ermöglichen. Der DS spielte eine entscheidende Rolle im Durchbruch des Touchscreens und etablierte diesen im Massenmarkt. Hauptprozessor: ARM946E-S (67 MHz, beim DSi: 133 MHz) mit 4 MB RAM (Beim DSi: 16 MB).
Der Nintendo 3DS erschien dann 2011. Er ist die erste Spielkonsole, die autostereoskopische 3D-Inhalte darstellen kann, weshalb eine spezielle Brille daher nicht benötigt wird. CPU: Quad-Core-ARM11 268 MHz mit 256 MB RAM.

Als sogenannte Hybridkonsole lässt sich der Nachfolger der Wii U sowohl als stationäre, also mit einem externen Bildschirm verbundene Konsole nutzen, wie auch als tragbare Handheld-Konsole. Die Joy-Con genannten abnehmbaren Bedienelemente ermöglichen Spiele in einer dritten Variante, dem sogenannten Tisch-Modus. Die CPU besteht aus vier ARM Cortex-A57 Kernen, die mit einer Taktfrequenz von 1,02 GHz laufen und hat 4 GB LPDDR4 RAM.
Am 20. September 2019 erschien mit der Nintendo Switch Lite ein zweites, kompakteres Modell der Konsole, das mangels Anschlussmöglichkeit an einen externen Bildschirm primär für den mobilen Einsatz konzipiert ist.
Die Nachfolgerkonsole Switch 2, die u. a. mit einem grösseren Bildschirm sowie Abwärtskompatibilität für die meisten Switch-Spiele ausgestattet ist, ist am 5. Juni 2025 erschienen.




